Die ausgestellte Anlage ist ein Spiegelbild der Kindheitserinnerungen des Erbauers, denn sein Großvater
war 2,5 Jahrzehnte, bis 1981, Bahnhofsvorsteher des Bahnhofs Wysoka Gorzowska (ehemaliger deutscher
Name: Hohenwalde) und lebte mit seiner Familie im ersten Stock des Bahnhofsgebäudes in einer
Dienstwohnung.
Vom im Jahre 1912 eröffnete ländliche Durchgangsbahnhof in Westpolen steht heutzutage nur noch das alte
Bahnhofsgebäude, der Rest, d.h. die Gleise und die gesamte Infrastruktur existieren nicht mehr.
Das Original, wie auch der Modellnachbau im Maßstab 1:87 liegen an einer eingleisigen Hauptstrecke. Das
durchgehende Hauptgleis weist im Bereich des Bahnhofs ein Überhol- bzw. Kreuzungsgleis auf. Das
üblicherweise am Hausbahnsteig liegende Gleis ist hier 'lediglich' ein Rangiergleis ohne Bahnsteig.
Dieses weist, mit Sicht auf das Empfangsgebäude nach links eine anschließende kurze Ladestraße mit
Holzlager und -verladung auf. Nach rechts schließt sich ebenfalls ein kurzes Stumpfgleis an, das an
einer kombinierten Kopf-/Seitenrampe endet. Die Modellbahnanlage entspricht der Situation in der zweiten
Hälfte der 1970er Jahre. Da der Nachbau im Modell so originalgetreu wie möglich ausgeführt werden
sollte, wurde sehr viel im Eigenbau realisiert.