Baubericht Lokschuppen



Gipswerk mit Feldbahn, H0f



Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


Weil der ehemalige Lokschuppen heute noch steht, konnten die erforderlichen Maße direkt am frei zugänglichen Gebäude abgenommen und auf ein Foto eingezeichnet werden. Die Fotos wurden dann zum Übertrag und die maßstäbliche Umrechnung heran gezogen. Ein Vergleich mit in Archiven gefundene Pläne ergab, dass sich die Maße des Grundrisses nicht verändert hatten.

Für den Lokschuppenboden wurden insgesamt drei Ebenen angelegt. Die unterste Schicht besteht aus einem stabilen Karton, der in den Grundmaßen des Lokschuppens ausgeschnitten wurde. Nach Ermittlung der mittigen Gleislage wurden zwei längliche Ausschnitte eingebracht, damit hier die Stromkabel angelötet werden können. Die beiden langen Rechtecke und das kleine Rechteck, jeweils ebenfalls aus Karton, dienen zum Ausgleich der Schwellenhöhe des Feldbahngleises. Oben drauf kam eine weitere Rechteckplatte in U-Form aus Finnpappe. Die Breite des Einschnitts entspricht der Breite der Außenkanten der beiden Schienen. Damit die Räder später nicht auflaufen und damit die Stromverbindung Rad/Schiene unterbrochen wird, wurde noch ein zwei Millimeter breiter Streifen an der jeweiligen Außenkante der beiden Schienen von der Finnpappe abgenommen. In der genannten Reihenfolge wurden die Teile und das Gleis verklebt. Die Wände des Lokschuppen entstanden ebenfalls nach Vorbildmaß.

Vorbild entsprechend wurde innen an die Außenwände noch ein maßstäblicher Sockel geklebt. Die verwendete Finnpappe mit einer Stärke von 1,4 mm entspricht umgerechnet der laut Bauplan vorhandenen Sockeldicke. Die Wände bestehen aus einer zweischichtigen dünnen Pappe mit dazwischen liegendem Schaumstoffkern. Auch diese entspricht mit ihrer Stärke von ca. 1,5 mm der Materialstärke des Lokschuppens.



Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen

 Unter die am oberen Rand angeklebten Holzleisten wurde im späteren Verlauf noch ein stabiler Karton als Decke geklebt, der dadurch zur Stabilisierung beiträgt.
Zwischen die Schienen wurden noch Streifen aus Furnierholz geklebt und dann mit Beize von ASOA gealtert. Vor dem Einkleben der Ölfässer wurden die vier Seitenwände gestrichen und der Boden ebenfalls farblich behandelt. Anschließend wurden noch mit verschiedenen Washes aus dem Plastikmodellbau Schmutzspuren aufgebracht.
Die Fenster wurden aus dünnem durchsichtigem Verpackungsplastik mit aufgeklebten dünnen Plastikleisten selbst gestaltet und anschließend farblich behandelt. Nachdem alle vier Wände standen wurde die Decke eingebracht und verklebt. Anschließend wurde die äußerste Papierschicht der Außenwände abgezogen und es erfolgte ein Anstrich.



Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


Entsprechend der Giebelform wurden aus Karton acht gleichförmige Dreiecke ausgeschnitten und in gleichem Abstand zwischen die beiden Giebelwände eingeklebt. Die Dreiecke sind als Verstärkung für die Dachplatten vorgesehen, damit diese später in der Mitte nicht durch hängen. Bei den Dachplatten handelt sich um LaserCut-Artikel von Noch. Diese 'Mönch und Nonne' titulierten Kartonplatten waren leider nur sehr kurz im Programm, obwohl sie durch die bereits vom Hersteller aufgebrachte Alterung sehr gefällig aussahen. Die Firstziegelreihe lag der Packung ebenfalls bei. Nach dem Aufkleben der Ziegel (-platten) wurde auf beiden Seiten mit Furnierholzstreifen ein Holzbrett als Abschluss angebracht.

Das zweiflüglige Schuppentor entstand ebenfalls aus Holz im Eigenbau. Der Holzrahmen wurde entsprechend der Maueröffnung auf ein Stück Karton geklebt und rechtwinklig ausgerichtet. Für die beiden Torhälften wurde eine Holzplatte verwendet, die auf der einen Seite bereits gleichmäßige Rillen enthielt, die die einzelnen, aneinander gereihten Bretter recht gut wieder geben. Für die Scharniere wurde ein dünnes Messingrohr in zwei Millimeter lange Stücke abgetrennt. Um diese sehr kurzen Stücke wurde Papier überlappend geklebt. Diese Streifen mit dem eingeklebten Messingröhrchen wurden dann auf die Torhälften geklebt. Als Gegenstück wurde zurecht gebogener Messingdraht in den hölzernen Torrahmen eingebracht.

Die Rückseite der Torhälften wurde zuvor mit einem sehr kleinen Schraubendreher eingeritzt, so dass hier ebenfalls der senkrechte Verlauf der Bretter angedeutet wurde. Mit dünnen Holzleisten aus dem Programm von North Eastern wurde die Verstrebung auf der Torinnenseite nach gebildet. Anschließend wurden die Torhälften mit Beize behandelt und die Papierstreifen mit einer Farbe für den Plastikmodellbau von Model Master bemalt.

Zum Schluss wurde der aus dem Karton ausgeschnittene Holzrahmen in die Einfahrtsöffnung geklebt und die Torhälften eingehängt.



Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen
Gipswerk mit Feldbahn, H0f, Lokschuppen


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